Soft-Seitentaschen

Roberto

Probefahrer
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BMW R 1200 GS LC Triple Black
Hallo Leute,

wer von euch hat Erfahrung mit Soft-Seitentaschen?
Vielleicht könnt ihr ja etwas über eure Soft-Produkte und die erforderlichen Befestigungen reinschreiben, und möglicherweise auch gleich ein Foto der Seitentaschen an eurem Motorrad reinstellen.

Vielen Dank im Voraus.
 
Für lange Reisen mit Zelt und Abstechern ins Grüne bevorzuge ich Softgepäck. Ein Umfaller oder Hinleger wird gemildet und haut nicht ins Metall. Zudem kann man "reinstopfen" bis fast die Nähte platzen. Metallkoffer habe ich auch, die kommen für Transporte von Wertsachen oder Zerbrechlichem zum Einsatz. Moppedfreunde von mir - einer schreibt hier mit - haben beide auch auf Softgepäck mit ihren BMWs gewechselt. Aus dem gleichen Grund.

Anbringen ist eigentlich kein Problem, es werden Halterungen dazu angeboten. Selbst habe ich die Taschen direkt auf der Maschine, aber die Plastikteile mit Extrafolie geschützt. Einzig der ESD kann Probleme machen. Wenn die Tasche den berührt, sollte Gestänge angebracht werden. Für die Taschen links und rechts beim Tank habe ich einen Motorschutz gekauft um sie anzubringen.
 
Hallo Leute,

wer von euch hat Erfahrung mit Soft-Seitentaschen?
Vielleicht könnt ihr ja etwas über eure Soft-Produkte und die erforderlichen Befestigungen reinschreiben, und möglicherweise auch gleich ein Foto der Seitentaschen an eurem Motorrad reinstellen.

Vielen Dank im Voraus.

Bei Softgepäck gibt es zwei unterschiedliche Systeme:

1. Soft-Koffer, welche Seitenträger benötigen (Lone Rider-MotoBags, Mosko-Backcountry, Touratech-Travel & Endurance, Kriega)
2. Rackless Systeme, ohne Träger (Lone Rider-ADV-Bags, Mosko-Rackless 40/80, Touratech-Discovery, Red Mammut, Enduristan & Kriega)
SW-Motech und Givi haben ebenfalls Systeme.

Die Platzhirsche LoneRider & Mosko sind teuer, Touratech & Kriega im mittleren Preisegment, RedMamut aus Polen eher günstig.

1300er mit MotoBags: robust aber schwer, viel Volumen, abschließbar.
FullSizeRender.jpeg

F900 mit Mosko Rackless 80: kein Träger nötig, 5,5kg leicht, modular, kein Diebstahlschutz.
IMG_1532.jpeg
 
Bei den Kunststoff-Varios sind bei einem Sturz die Kofferaufnahmen ein Schwachpunkt.
Obwohl Softgepäck bei einem Umfaller- im Gegensatz zu starren Kunststoffkoffern - nicht die ganze Energie auf die Befestigungen abgibt, sollten Gepäcksaufnahmen trotzdem nicht aus Kunststoff sein.
 
Bin zwar auf 1250er unterwegs, aber ist ja (fast) das Gleiche. HIER mein Kommentar dazu.

Und so sieht das dann aus:

VQJY3007_3.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Rackless Motobags von Lone Rider gefallen mir sehr gut - https://lonerider.com/de-eu/products/rackless-motobags
Sie sind zwar teuer aber ich denke sehr hochwertig.
Was mich aber mehr stört ist, dass sie das Motorrad breiter machen als die Varios.

Breiter als ausgezogene Varios ?
Was man beachten sollte, alle Rackless Systeme haben Kontaktflächen am Motorrad.
An den Stellen scheuert der Straßendreck schnell den Lack ab, daher sei eine Schutzfolie empfohlen.

Durch die vielen Ösen, Gurte, Molle Panels werden die Systeme auch unglaublich dreckig, da reicht schon eine Regenfahrt.
Ein (Soft-) Koffer kann am Moped verbleiben und die saubere Innentasche geht aufs Zimmer.
 
Breiter als ausgezogene Varios ?
Was man beachten sollte, alle Rackless Systeme haben Kontaktflächen am Motorrad.
An den Stellen scheuert der Straßendreck schnell den Lack ab, daher sei eine Schutzfolie empfohlen.

Durch die vielen Ösen, Gurte, Molle Panels werden die Systeme auch unglaublich dreckig, da reicht schon eine Regenfahrt.
Ein (Soft-) Koffer kann am Moped verbleiben und die saubere Innentasche geht aufs Zimmer.
Breiter als eingefahrene Varios! Das Volume ist so vergleichbar.
Die Lone Rider Rackless Motobags (halbstarres System) haben keine Kontaktflächen am Motorrad.
Schau dir das Video an -
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Innentaschen sind auch dabei.
 
Fehlinterpretation meinerseits: Rackless ist für mich gleichbedeutend "Satteltasche".

Ja ,die Motobags sind im Außenmaß vergleichbar mit den ADV Alu Koffern und bauen genau so breit.
 
Ich habe die BMW Atacama Seitentaschen. Die Taschen sind von MoskoMoto für BMW gefertigt worden.
Verarbeitung, Material und System finde ich für meine Bedürfnisse genial. Das Volumen reicht mir völlig aus. Mit Kabelschlössern sind sowohl die Taschen am Motorrad als auch der Inhalt für den Gelegenheitsdieb gesichert.
Infos zu den Taschen gibts im Netz. Sind aber neu wohl nur noch schwer - wenn überhaupt - zu bekommen
GSrüsse
Frank
 
Hallo Leute,

wer von euch hat Erfahrung mit Soft-Seitentaschen?
Vielleicht könnt ihr ja etwas über eure Soft-Produkte und die erforderlichen Befestigungen reinschreiben, und möglicherweise auch gleich ein Foto der Seitentaschen an eurem Motorrad reinstellen.

Vielen Dank im Voraus.

Hallo Roberto, dazu findest Du auch im alten Forum unendlich viel Informationen, die schon episch rauf und runter diskutiert wurden.

Ich für meinen Teil fahre mit allen möglichen (harten) Koffern als auch (weichen) Taschen herum (BMW Alu-Büchsen, Mosko Moto Duffle und Reckless 40 sowie diverse Ortliebtaschen und Säcke) und bin auch mal abseits der Straße unterwegs, und kann daher folgendes festhalten:
  • Softgepäck lohnt sich dann, wenn die Maschine auch mal umfällt oder man auf ruppigem Untergrund/offroad stürzt. Dann spielt es seinen Vorteil des "nachgebens" und aufnehmens der Sturzenergie voll aus. Ohne, das gleich alles krumm und verformt ist.
  • Softgepäck baut - je nach Ausführung - nicht so breit und ist i.d.R. eher enganliegend. Ein Vorteil, wenn man durch Unterholz streift, wo es auch mal enger wird.
  • Auch ist Softgepäck manchmal flexibler im Handlung - manchmal aber auch genau das Gegenteil.
Die Nachteile sind jedoch auch existent und keineswegs zu vernachlässigen:
  • Softgepäck saut unheimlich stark ein - und wird auch irgendwann schlechter bedienbar, weil sich der feine Straßendreck mehr und mehr in die Gurte einarbeitet.
  • Softgepäck ist nicht allzu Diebstahl- oder Manipulations-resistent.
  • Das günstige Softgepäck taugt nicht allzu viel und geht schneller kaputt. Hier bedeutet "teurer" meistens wesentlich stabiler.
  • Enganliegendes "Reckless" Softgepäck hinterlässt fast immer Scheuerspuren an Plastics, Sitzbank und/oder Rahmenteilen.
  • Die Recklesstaschen müssen clever gepackt werden und sind nicht immer allzu leicht zu packen.
Mein persönliches Fazit wäre: Für die Straße gibt es möglicherweise besseres. Fürs offroaden jedoch nicht unbedingt.

Da gibt es aber auch viele, die mit Alubüchsen am Heck die Welt durchstreifen und sagen: Nie mehr was anderes. ;)
Das ist immer auch ein bisschen der persönlichen Vorliebe geschuldet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Metallkoffer verändern ihre Breite nicht, Softgepäck hingegen kann mit Riemen im Volumen der Füllmenge angepasst werden.
Und nach der Reise mit Bürste und Seifenwasser die Taschen reinigen, das ist doch kein Aufwand.
Diebstahl geht bei Softgepäck schneller, aber wenn einer meine verkackten Unterhosen, Schweissshirts und Stinkesocken haben will, was soll`s?
Wertsachen hab ich auf Mann, resp. im abnehmbaren Tankrucksack.
Metallkoffer werden aufgebrochen und das war's dann auch. Dauert etwas länger und hält deshalb Gelegenheitsdiebe (ohne Werkzeug) ab.
 
Diebstahl geht bei Softgepäck schneller, aber wenn einer meine verkackten Unterhosen, Schweissshirts und Stinkesocken haben will, was soll`s?
Wertsachen hab ich auf Mann, resp. im abnehmbaren Tankrucksack.

Meine Rede.

Und wenn wir jetzt mal die Liebe & Faszination für Technik über Bord werfen und ausreichend kriminelle Energie ins Spiel bringen, dann glaube ich, dass ich Dir den Blech/Plastikverschluss eines klassischen BMW-Alu-Koffers mit einem ausreichend langen Schlitz-Schraubendreher oder kleinem Kuhfuß schneller aufgehebelt habe, als eine stabile Softgepäcktasche aufgeschlitzt ist...

Aber fort mit diesen abwegigen Gedanken.
 
Givi Canyon mit den passenden Monokey Trägern für 1200/1250 GS oder per Givi Adapter auch an den OEM Adventure Trägern (in meinem Fall).

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Und für die kleine Tour Ortlieb Gravelpack am halben OEM Träger.

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alles was schmäler und leichter ist würde mir besser taugen..
Mir auch ....
Die Lone Rider Rackless Motobags sind leider auch überteuert. Was mir gefällt ist, dass sie genauso befestigt werden wie die Varios. Leider ist die Technik zu ausladend. Vielleicht könnte man das minimaler gestalten?
 
wenn ich eine GS hätte und damit auch ins Gelände wollte und durch Urlaub das Gepäck bräuchte würde ich mir und das ginge an der AC recht leicht, den Auspufftopf tiefer verlegen, dazu braucht es ein anders gekrümmtes Rohr und längeren Halter, und dann die Koffer näher an die Maschine. Rohre selbst gebogen.
Bei Soft Suss dann noch eine belüftete Abdeckung zwischen Topf und Bag die die Hitze weghält. nur dann kommt man wirklich schmäler bei Erhalt des Koffervolumens auf der Auspuff Seite . Das ist dann ganz speziell aber auch maximal eng und genau passend.
Dass Softbägs dreckiger werden und bei Sturz ggf mehr leiden ist halt so dafür hat man leichteres Gepäck und bei einem Umfaller ist nicht der Blechkoffer verdellt oder verzogen was es ja auch nicht besser macht wenn die Klappe nicht mehr zugeht. Dafür aber schon leer alles Doppelt so schwer ist . Ideal scheinen mir für Gelände , wenn man keinen Sozius hat, die Beifahrersatteltaschen Systeme die von hinten rechts und links runterklappend beladen recht kompakt sind. Sieht man oft bei Weltreisenden oder TET mit Zeltcamping-
Alternative mit Sozius wäre für mich tiefer Auspuff und Alukoffer schmal und eng angepasst. In Würzburg gab es mal einen Betrieb der das so anfertigte mit Rohrhalter. Das war auch schmäler als 1 m . Dass nicht unbedingt wo der Lenker durchgeht auch die Packtaschenbreite duchgeht,merkt man schnell an der Seitentür der Garage..
Man darf nicht von überteuert sprechen, der Herstellungsaufwand ist viel höher als bei Alukisten..
Dafür hat man genau was man will: eng und leicht. billiger muss es ja nicht sein sondern besser taugen.
Wenn man billiger will taugen es auch Planenstoff vom LKW und kleber und zusammennähen oben Einrollen = Wasserdicht. oder Enduristan Rollen.
Und wenn man von Regen eingesaut kommt, was spricht dagegen noch angebaut mal 2 kleine Eimer klares Wasser dranzuschütten dann läuft der meiste Dreck schon mal ab, dann einchecken und beim Abnehmen sind die Bags dann schon mal abgetroft.. oder?
 
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Mir auch ....
Die Lone Rider Rackless Motobags sind leider auch überteuert. Was mir gefällt ist, dass sie genauso befestigt werden wie die Varios. Leider ist die Technik zu ausladend. Vielleicht könnte man das minimaler gestalten?
Die "normalen" Motobags mit GSA Baugerüst. Gemessene Breite, knapp unter einem Meter.
 
Ich habe dieses System von SW-Motech, mit dem ich zufrieden bin. Die Softkoffer sind recht leicht und formstabil, die Träger des Pro-System können schnell und fast rückstandslos demontiert werden. Die Softkoffer sind 100% wasserdicht. Einzig echter Nachteil ist die schwarze Innenauskleidung da man hier nix findet, wenn man etwas Kleines sucht.
 

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Ich muss mich korrigieren. Tatsächlich sind die Softkoffer von SW-Motech innen hellgrau ausgkleidet. 🤪 Ich habe tatsächlich an den Dingern nichts auszusetzen.
 
Und noch ein Hinweis zu soft-Gepäcklösungen:
bis man seine Brocken verstaut und alles eng verzurrt hat, ist das je nach System schon ein bisschen Aufwand. Gurte, Schnallen, Haken und Zusatztaschen zu bedienen braucht halt Zeit. Aber dann schlackert und poltert auch nichts mehr rum.
Alukoffer aufmachen, Sachen reinwerfen, Deckel zu und los dauert keine Minute. Bei halb vollen Koffern gibt das mitunter heftiges Gepolter, wenn‘s auf der Piste holprig ist.

GSrüsse
Frank
 
Die hatte ich für rund 150€ beim Ali geschossen ohne Erwartungen. Kamen bei der TET Holland Befahrung zum Einsatz. Haben mich sehr positiv überraschst. Drüber werfen, bepacken, festzurren, fertig. Haben im Starkregen dicht gehalten und auch einige Stürze im Sand überstanden. Auf der Fahrt hätte ich mir bestimmt meine Alus verbeult. Hat sich also voll gelohnt, die Anschaffung. IMG_20250921_145107.jpgIMG_20250923_154550.jpg
 
Achso, an der GSA brauchte es keine weiteren Montagemittel.
 
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