Mir fällt in letzter Zeit auf, dass man immer mehr Motorräder aus China auf der Straße sieht. Vor ein paar Jahren waren das noch absolute Exoten, heute begegnen mir regelmäßig CFMOTO, Voge, Benelli, Zontes oder Benda. Gefühlt stehen die mittlerweile auch bei vielen Händlern ganz selbstverständlich zwischen den Japanern und Europäern.
Wenn man sich die Preise der etablierten Hersteller anschaut, überrascht mich das ehrlich gesagt nicht. Für viele Einsteiger oder Wiedereinsteiger wird die Rechnung immer schwieriger: Warum 9.000 oder 10.000 Euro ausgeben, wenn es optisch ansprechende Alternativen für deutlich weniger Geld gibt?
Interessant finde ich dabei, dass sich die Diskussion langsam verändert. Früher hieß es oft pauschal: „China? Kommt mir nicht in die Garage.“ Heute hört man häufiger: „Hast du die schon mal gefahren?“ oder „So schlecht sind die gar nicht mehr.“ Natürlich gibt es weiterhin Vorbehalte bei Themen wie Langzeitqualität, Ersatzteilversorgung oder Wiederverkaufswert. Aber die Hersteller scheinen da deutlich aufzuholen.
Trotzdem frage ich mich, ob die Maschinen auch in fünf oder zehn Jahren noch so interessant wirken werden. Bei Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki oder BMW kennt man die Historie, die Händlernetze und die Ersatzteilversorgung. Genau das ist für viele nach wie vor ein wichtiges Argument.
Passend zum Thema bin ich über diesen Artikel
https://estimoto.de/ratgeber/china-motorraeder-boom-deutschland gestolpert, der den aktuellen Boom von China-Motorrädern, vor allem mit CFMoto an der Spitze, in Deutschland ganz interessant zusammenfasst.